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Viel Andrang auf ffn-Party in Alfhausen - 2. April 2009 (NOZ)Tanz in den Mai war vorgestern vielerorts. Aber im Alfhausener Ortsteil Thiene war es wohl besonders heiß. Warum? Wegen DJ Hightower und Timm Busche. Zwei Kerle, die wissen, wie es geht. Zwei Stimmungsprofis von Radio ffn eben.
Grelle weiße Blitze zucken
durch den nächtlichen Him-
mel. Echte Hingucker. Ist
dann aber kein Spezialeffekt
der ffn-Truppe, die Tim
Wanstrath und Domenic
Große-Rechtien nach Thiene
geholt haben. Sondern Wet-
terleuchten eben.
Eva Saller steht im Kassen-
häuschen und versucht, den
Ansturm zu verarbeiten. „Ei-
ner ist hier über den Acker
gerobbt, um das Eintrittsgeld
zu sparen“, schildert die
junge Frau. „Aber der Sicher-
heitsdienst hat ihn herge-
bracht, matschig, dreckig,
mit Gras im Gesicht“,
schmunzelt Saller. Echte
Maikäfer schwirren umher.
Vom Licht angezogen. Dann
aber liegen sie ziemlich matt
auf dem Tresen herum.
Lebendiger ist es im Zelt.
Dank DJ Hightower. Der
Mann wie ein Bär legt auf,
was das Publikum in
Schwung bringt. Wie er wirk-
lich heißt? „DJ Hightower,
das steht auch im Ausweis“,
sagt er. Ist wohl so eine Ant-
wort wie die auf sein Alter.
„18 plus zwei.“ Oder zu sei-
nem Gewicht. „100 Kilo.“
Ehrlich? „Ehrlich.“ Wie er für
derlei Stimmung sorgt? „Ein-
fach drauf, egal, wir brau-
chen kein Konzept.“
Und dann kommt er! Ra-
diomann Timm „Doppel-M“
Busche! Cooles graues
Sweatshirt mit Kapuze, coole
weiße Turnschuhe, in der
coolen Jeans sogar ein cooles
Loch neben dem linken Knie.
Kein Zweifel also: Dieser Typ
ist absolut cool. Mit seiner
Musikauswahl legt er einen
wummernden Klangteppich
über das Zelt. Insbesondere
der satte Bass dringt in die
Thiener Luft. Beim Refrain
reißt er manchmal den Laut-
stärkeregler am Mischpult
herunter. Das Publikum füllt
die Löcher mit Gesang. „Ein-
fach Party machen“, nennt
der 33-Jährige sein Motto.
Um Mitternacht holt Dop-
pel-M Tagga auf die Bühne.
Tagga kommt aus Neuenkir-
chen und heißt eigentlich
Tanja Wessendorf. Und Tagga
hat Geburtstag. Sie wird 31.
Den feiert sie zusammen mit
ihren Freundinnen Michaela,
Anna und Brecki. Und jetzt
hat Tagga auch noch ein Ge-
schenk vom Doppel-M.
„Die Musik wurde dann
besser“, urteilt Anna Gres-
kamp. „Dazu kann man gut
tanzen“, sagt die Ankumerin.
„Wir hatten nichts zu tun“,
schließt sich Leonie Kolde
an. „Und dann haben wir
spontan einen Ausflug zu
zweit gemacht“, ergänzt die
Bersenbrückerin.
Regen setzt ein. Nicht so
schön. Denn „Party machen“
war auch das Motto von Ste-
phanie aus Voltlage. „Gut,
aber nass“, urteilt daher die
18-Jährige, die mit 25 Leuten
zu Fuß von Thiene aus ange-
rückt ist. „Zu voll, zu nass“,
findet Christopher aus der
Truppe. „Das Zelt ist zu klein
für die Masse“, urteilt der
ebenfalls 18-Jährige. „Hier
gibt es wenigstens halbe
Hähnchen“, freut sich der
Merzener draußen über die
Aufwärmmöglichkeit von in-
nen. Während im Zelt weiter-
hin die Musiktitel gekonnt
nahtlos ineinander überge-
hen. Getreu dem ffn-Motto:
Na denn.
Auf Besucher warten bis Freitag viele Überraschungen.Hektisch gearbeitet wird auf
dem Hof Große-Rechtien in
Alfhausen Thiene für das
erste große Quad-Treffen
morgen und am Freitag. Los
geht es heute Abend mit ei-
ner ffn-Party im großen Fest-
zelt.
Für diese Party werden
heute Radio-ffn-Moderator
Timm „Doppel-M“ Busche
und DJ Hightower in Thiene
erwartet. Einlass ab 20 Uhr,
Happy Hour mit vergünstig-
ten Getränken bis 22 Uhr.
Weil viele Interesse zeigten,
haben er und sein Partner
Tim Wanstraht vorsichtshal-
ber schon ein größeres Zelt
geordert, schmunzelt Dom-
enic Große-Rechtien. Auch
für das Treffen haben sich
schon mehr als 20 Teilnehmer
mit ihren geländetauglichen
Gefährten angemeldet. Wer
spontan dazustoßen will, ist
willkommen.
An beiden Tagen stellt der
Herstelle „Arctic Cat“ sein
komplettes Programm an
Quad-Vehikeln vor mitsamt
Zubehör und Anbaugeräten.
Arctic Cat stellte unter ande-
rem das einzige ATV der Welt
mit Dieselmotor her, das in
Alfhausen zu sehen ist.
Für Kinder wird eine ge-
polsterte Bahn aufgebaut, auf
der sie ohne Verletzungsge-
fahr erste Fahrerfahrungen
mit Mini-Quads sammeln
können. Am ersten Mai war-
ten außerdem ein Kettcar-
Parcours auf kleine Besucher,
eine Kinderschminkecke und
ein Glücksrad. Ausflügler
können sich mit Erbsensuppe
aus der Feldküche stärken
oder mit Kaffee und Kuchen.
Geöffnet ist ab 14 Uhr. Am
Samstag geht es ab 10 Uhr
weiter mit einem Trial auf ei-
nem eigens für die Quad-Tage
gebauten Geländeparcours
und einem Kegelfahren, das
die Quad-Biker bei den
Kutschfahrern abschauten.
Gespannt sind Wanstraht
und Große-Rechtien schon
auf die Ergebnisse im Quad-
Pulling und im Viertelmei-
len-Speed-Duell.
Der Hof Große-Rechtien
liegt am Rechtiener Esch in
der Nähe Thiener Wasser-
werks. Zu erreichen ist er am
besten über die Straße von
Alfhausen nach Ueffeln. Der
Weg ab der Ampelkreuzung
an der Bundesstraße 68 ist
ausgeschildert.
Eine Wahnsinnstour durch Alfhausens WälderKatha-
rina Preuth wollte es ganz
genau wissen. Die Prakti-
kantin des „Bersenbrücker
Kreisblatts“ wagte sich ei-
nen Nachmittag lang auf ein
Quad, um Alfhausen zu er-
kunden und zu erleben, wie
es ist, so ein seltsames vier-
rädriges Mobil durch unweg-
sames Gelände zu steuern.
Domenic Große-Rechtien
und Tim Wanstraht aus Alf-
hausen-Thiene zeigten ihr,
wie es geht.
„An einem gar nicht mal so
warmen Tag Ende März
machte ich mich auf in Rich-
tung Alfhausen. An der gro-
ßen Kreuzung rechts, lange
geradeaus, dann links... Na
ja, irgendwo in einem Ort na-
mens Thiene wurde ich dann
fündig. Zwei nette junge Her-
ren begrüßten mich auf ih-
rem „Quadrodrom“, bezie-
hungsweise umfunktionier-
ten Bauernhof. Diese Anlauf-
stelle für Quadbegeisterte
oder für diejenigen, die es
noch werden wollen, liegt
umgeben von Feldern und je-
der Menge Wald. Scheint
ideal für eine Spritztour mit
einem der Quads. Mal schau-
en, was der Tag noch bringt.
Die quietschgrünen Teile,
auf die mein Blick schon bei
meiner Ankunft fiel, sehen
auf jeden Fall vielverspre-
chend aus. Doch erst mal
geht’s ins Büro: Erklärung
unterschreiben. Falls ich ge-
gen einen Baum rase, bin ich
also versichert. Gut zu wissen.
Wieder draußen, bekomme
ich von gleich beiden Besit-
zern, Domenic Große-Rech-
tien und Tim Wanstraht, eine
Sicherheitseinführung.
Langsam wird’s interessant,
und ein Kribbeln in meiner
Bauchgegend macht sich
ebenfalls bemerkbar. Ich soll
immer und unbedingt 15 Me-
ter Sicherheitsabstand zu
meinem Vordermann einhal-
ten, lautet die wichtigste Re-
gel. Zwar gibt es eine Hand-
bremse, doch die wird kaum
benutzt, wie sich später her-
ausstellte. Die Geschwindig-
keit wird durch die Motor-
bremse allein stark reduziert.
Ich sehe dementsprechend
an keinem rot aufleuchten-
den Bremslicht, wenn mein
Vordermann im Begriff ist
anzuhalten. Also merken: Si-
cherheitsabstand einhalten.
Gas ist rechts. Beschleunigt
wird durch Daumengas.
Hupe ist links. Alles Wichtige
mitbekommen. Los geht’s.
Auf nigelnagelneuen, gerade
aus den USA importierten
Quads mache ich meine ers-
ten, etwas holprigen Fahrver-
suche. Mit 20 Stundenkilo-
metern fahren wir, zu
Übungszwecken, vorerst auf
asphaltierter Straße. Ich
merke, dass ein Quad kein
Motorrad und erst recht kein
Fahrrad ist. Es nützt nichts,
sich bei Kurven in die Seite zu
legen. Die 250 Kilogramm
unter mir reagieren nur auf
gezielte Steuerung. Die Stre-
cke wird so langsam unweg-
samer. Das heißt: verregnete
Feldwege als erste Hürde.
Ein ungewohntes Schaukeln
durchfährt meinen Körper,
und das Quad gerät in eine
gefährliche Schieflage. Nein,
nicht wirklich gefährlich, für
mich als Einsteiger aber zu-
mindest aufregend.
Die Spezialtour dauerte
insgesamt eineinhalb Stun-
den. Die komplette erste
Stunde habe ich von der
Landschaft um mich herum
nicht das Geringste mitbe-
kommen. Meine Konzentra-
tion galt dem Quad: Wer die
Natur genießen will, kann ja
spazieren gehen.
Irgendwann ließ die An-
spannung dann doch nach,
und mir wurde klar, dass wir
uns schon wieder auf dem
Rückweg befinden. Die Tour
ist, obwohl ich ziemlich
durchgefroren wieder am
Hof ankam, viel zu schnell
vorbei gewesen. Mein Fazit:
Quadfahren ist der Wahn-
sinn und ganz sicher nicht
nur was für Jungs.“
Domenic Große-Rechtien und Tim Wanstraht geben Gas: Quad-Treffen und ffn-Party.
Domenic Große-Rechtien sitzt fest im Sattel seiner Quads. Zusammen mit Partner Tim Wanstraht hat er aus seinem Hobby einen Beruf gemacht. 2009 wollen die beiden richtig Gas geben, unter anderem mit einem langen Wochenende rund um die geländegängigen Spaßvehikel in ihrem „Quadrodrom“ in Thiene. Sahnestück: Radio ffn kommt und schmeißt eine große Party. Wer das Paradies für Quadfahrer finden will, muss hinaus zum Hof Große-Rechtien, irgendwo am Rande des Thiener Feldes, zwischen Alfhausen und Ueffeln. Aber nur einen Steinwurf entfernt von den Ausläufern des Teutoburger Waldes, dem grünen Mini-Mittelgebirge. Und zum Tiefland an der Hase sind es auch nur einige Minuten. Hinterm Haus haben Große-Rechtien und Wanstraht einen Geländeparcours gebaut, wo man sich einfummeln kann in das Fahrverhalten ihrer Allradmobile. Grillplatz und Beachvolleyballfeld sorgen für Entspannung und Kurzweil in den Pausen. Wer mag, kann mit ihnen gemütlich über die 1a-geteerten Straßen der ehemaligen Bauerschaft rollen. Oder sich von den Kennern die Ecken zeigen lassen, wo die Flurbereinigung noch nicht den letz-
ten Quadratmeter Feldweg zubetoniert hat.
Oder einen Ausflug nach Kalkriese unternehmen und sich darüber wundern, wie Römer und Germanen ihre Feldzüge ohne die praktischen Gefährte auf die Reihe bekamen.
Die seltsamen Kreuzungen aus Motorrad und
Trecker waren nämlich ursprünglich für das Militär gedacht und – man höre und
staune – eine deutsche Erfindung. Die Bundeswehr ließ die Quads für ihre Fallschirmtruppe entwickeln, erzählt
Domenic Große Rechtien. Dann entscheid man sich aber für einen Minipanzer, das Quad führte jahrzehnte-
lang ein Nischendasein in den USA, wo Farmer und Förster es für ihre Arbeit nutzten. Ein nützliches Arbeitsge-
rät ist das„ All Terrain Vehicle“ in der Tat, ein „Mini-Unimog“, der auch in
Deutschland von den grünen Berufen geschätzt wird und von Hausmeistern, die mit Anbaugeräten Schnee räumen, ganze Parkplätze sauber halten, sogar ackern
können. Bei einem professionellen Quadzählen nicht die Pferdestärken, sondern das
Drehmoment, das der Motor
auch im niedrigen Tourenbereich auf das automatische Getriebe mit Vorleg-
schaltung bringt. Sie wiegen ungefähr eine Vierteltonne, ein Pkw bring locker
das Sechsfache auf die Waage. Trotzdem schafft manches
ATV einen Anhänger bis 1,3 Tonnen von der Stelle.
Spaß macht das Manövrieren allemal. „Jeder, der so ein
Quad einmal gefahren ist, steigt mit breitem Grinsen
wieder herunter“, stellt Große-Rechtien fest. Wer Quads, ATVs und ihre
Artverwandten Gokart oder Buggy kennenlernen will, ist
bei ihm richtig. Am 1. und 2. Mai plant das Duo Wanstraht
und Große-Rechtien ein Quad-Treffen auf dem Hof,
mit Trialwettbewerb und Kegelfahren. Und einem Quad-
Pulling, das sich die Quadrophilen beim Tractor-Pulling
abgeschaut haben. Der Hersteller Arctic Cat stellt „das größte ATV der
Welt“ vor. Kaffee und Kuchen und die Wurst- und Bierbude
gibt es selbstverständlich auch. Quad-Besitzer sollten sich frühzeitig anmelden. Wer seinem Tanzbein mehr traut als
dem Gasfuß, sollte sich den 30. April vormerken Dann kommen nämlich Radiomoderator Timm „Doppel-M“ Busche ins große Festzelt auf dem Rechtien-Hof. Und bringt zu seiner Unterstützung DJ Hightower mit. Am Vorabend des Quad-Treffens soll hier nämlich eine große „ffn-Party“ stattfinden.


Tim Wanstrath & Domenic Große-Rechtien GbR
Rechtiener Esch 24
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Fax. +49 (0) 5464 / 968738
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